- Am günstigsten: ein altes Handy und eine App. Mit Mamoon kostet die Kamera 0 €; das Bild 34,99 € einmalig, für immer, oder 3,99 € im Monat mit 14 Tagen gratis. Ton und Weinalarm sind kostenlos.
- Bestes Bild im Stockdunkeln für wenig Geld: eine WLAN-Kamera TP-Link Tapo C200 (ab 23,85 €) mit der App Mamoon.
- Ohne WLAN, große Reichweite, eigener Bildschirm: ein klassisches Babyphone wie das VTech VM5254 (ab 74,99 €), das Motorola VM75 (ab 71,41 €) oder das Philips Avent SCD891/26 (ab 131,50 €).
- Schlafanalyse und Atembewegung: Nanit Pro (ab 299 €) oder Philips Avent Premium Connected SCD973 (ab 341,54 €).
- Puls und Sauerstoff, als Medizinprodukt CE-gekennzeichnet: Owlet Dream Sock (299 €) oder Dream Duo mit Kamera (379 €).
Drei Arten von Babyphones mit Kamera
| Klassisch (ohne WLAN) | Smarte Kamera mit App | Handy oder WLAN-Kamera mit App | |
|---|---|---|---|
| Beispiele | Philips Avent SCD891/26, Motorola VM75, VTech VM5254, Alecto DVM-71 | Nanit Pro, Owlet Dream Duo, Philips Avent Premium Connected SCD973, eufy E21 | Mamoon, Bibino, Babyphone 3G |
| Preis | etwa 70 bis 140 € | etwa 240 bis 380 €, oft plus Abo | 0 bis etwa 25 € für die Kamera plus die App |
| Bildschirm der Eltern | eigene Elterneinheit | dein Handy, manche mit Elterneinheit | dein Handy |
| WLAN und Konto | nein, eigene Funkverbindung | WLAN, eine App und meist ein Konto | je nach App; Mamoon: nur Heimnetz, kein Konto |
| Nachtsicht | Infrarot | Infrarot | WLAN-Kamera ja; ein Handy braucht ein schwaches Nachtlicht |
| Reichweite | einige hundert Meter im Freien (Philips SCD891: bis 300 m) | überall mit Internet | Heimnetz; manche Apps überall |
Preise Stand 14.10.2026 („ab“: günstigstes Angebot auf billiger.de inkl. MwSt.; Nanit, Owlet und eufy aus den deutschen Shops der Hersteller). Quellen unten.
Was Stiftung Warentest gefunden hat
Stiftung Warentest hat zwischen 2018 und 2022 insgesamt 46 Babyphones und Apps getestet (Ergebnisse vom 21.09.2022, die Einzelnoten sind kostenpflichtig). Elf waren „gut“, und gute Noten bekamen meist klassische Babyphones ohne Video; viele Modelle mit Video hatten zu wenig Reichweite oder lieferten schlechte Bilder. Bei Webcam-und-App-Lösungen läuft das Bild über Internetserver des Anbieters, was Gegensprechen verzögert, und reine Handy-Apps taugen laut Test nicht für dunkle Kinderzimmer, weil die Handykamera nicht auf Infrarot umschalten kann. Das ist vier Jahre alt, aber die zwei Punkte gelten noch: Achte darauf, wo das Bild hingeht und wie die Kamera nachts sieht.
Worauf du achten solltest
1. Nachtsicht
Nachts ist das Kinderzimmer dunkel. Klassische Babyphones und WLAN-Kameras haben Infrarotlicht und zeigen auch im Stockdunkeln ein scharfes Schwarz-Weiß-Bild. Handys haben das nicht und brauchen ein schwaches Nachtlicht.
2. Wo das Bild hingeht
Ein klassisches Babyphone nutzt seine eigene Funkverbindung, kein Internet. Smarte Kameras und die meisten Apps schicken das Bild übers Internet und die Server des Herstellers, deshalb brauchen sie ein Konto. Ist dir Datenschutz wichtig, nimm ein Babyphone, das ohne Cloud auskommt: ein klassisches, oder eine App wie Mamoon, Dormi oder Cloud Baby Monitor.
3. Alarm bei Weinen, nicht bei jedem Geräusch
Die meisten Babyphones spielen jedes Geräusch über einer eingestellten Lautstärke ab oder melden es. Weinerkennung bieten zum Beispiel Philips Avent Premium Connected, Owlet, eufy und Mamoon, das zusätzlich Quengeln unterscheidet und dich wählen lässt, wann es dich weckt.
4. Was passiert, wenn die Verbindung abreißt
Das schlechteste Babyphone ist eines, das so aussieht, als passe es auf, und es nicht tut. Auch Stiftung Warentest bemängelte Geräte, die zu dezent warnen, wenn die Verbindung weg ist. Prüf, wie es einen Abbruch zeigt. Mamoon wird grau und meldet sich innerhalb von 20 Sekunden.
5. Abos
Nanit und Owlet sind für die Grundfunktionen kostenlos, Videoverlauf und Berichte kosten extra (Nanit Memories 134,99 € im Jahr; Owlet360 nennt seinen Preis nur in der App). Philips Premium Connected verlangt für die Schrei-Interpretation nach 3 Monaten ein Abo. Mamoon kostet 34,99 € einmalig, für immer (oder 3,99 € im Monat); klassische Babyphones sind auch ein Einmalkauf. Welche Babyphones ein Abo brauchen.
6. Kabel sicher verlegen
Stell das Bettchen so, dass dein Kind nicht an Lampen, Steckdosen oder Stromkabel kommt, rät das BIÖG auf kindergesundheit-info.de. Das gilt für das Kabel der Kamera genauso wie für das Netzteil: außer Reichweite, nicht über dem Bett. Wo die Babyphone-Kamera stehen sollte.
Unsere Empfehlung je nach Situation
Wo Mamoon schwächer ist
- Es hat keinen eigenen Bildschirm: Du schaust auf deinem Handy zu, und das muss geladen sein.
- Es reicht so weit wie dein WLAN; von unterwegs geht es nur über ein VPN wie Tailscale, während Nanit oder Owlet das von Haus aus können.
- Kein Gegensprechen, keine Schlaflieder, kein Atemsensor. Mamoon ist kein Medizinprodukt.
- Jetzt bei Google Play, bald auch im App Store, und noch ohne viele Bewertungen.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ein gutes Babyphone mit Kamera kosten?
Klassische Babyphones mit Kamera kosten etwa 70 bis 140 €, smarte Kameras etwa 240 bis 380 €, oft mit Abo. Am günstigsten ist ein altes Handy oder eine WLAN-Kamera ab etwa 24 € mit einer App.
Ist ein Babyphone mit oder ohne WLAN besser?
Babyphones ohne WLAN haben große Reichweite und schicken nichts übers Internet, brauchen aber einen eigenen Bildschirm. Mit WLAN schaust du auf dem Handy zu; wichtig ist dann, ob das Bild über die Cloud des Herstellers läuft oder zu Hause bleibt, wie bei Mamoon.
Kann ich eine Tapo-Kamera als Babyphone nutzen?
Ja. Die Tapo C200 hat Nachtsicht, lässt sich schwenken und neigen und hat eine eigene Babyweinen-Erkennung. Mit Mamoon wird sie zum Babyphone mit Nachtmodus und Erkennung von Weinen und Quengeln, und das Bild bleibt in deinem WLAN. Anleitung.
Welches Babyphone hat Stiftung Warentest getestet?
Zuletzt 46 Babyphones und Apps zwischen 2018 und 2022 (Ergebnisse vom 21.09.2022, darunter Modelle von Philips Avent, Reer, VTech, Alecto, Babymoov, Hubble und eufy). Elf waren „gut“, meist klassische Babyphones ohne Video. Die Einzelnoten stehen kostenpflichtig auf test.de.
Brauche ich ein Babyphone, das die Atmung überwacht?
Das ist eine Frage für deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt. Die Owlet Dream Sock ist nach der EU-Medizinprodukteverordnung CE-gekennzeichnet, Nanit nennt seine Atembewegungsüberwachung medizinisch zertifiziert, und das Angelcare AC25 (ab 289,99 €) nutzt eine Bewegungsmatte. Gewöhnliche Babyphones, auch Mamoon, messen keine Atmung; Mamoon ist kein Medizinprodukt.
Quellen
- Stiftung Warentest: Babyphones im Test, 21.09.2022 (Ergebnisse kostenpflichtig) (abgerufen am 14.10.2026)
- billiger.de: Philips Avent SCD891/26 ab 131,50 € (IR, 300 m), Motorola VM75 ab 71,41 €, VTech VM5254 ab 74,99 €, Alecto DVM-71 ab 83,95 €, Angelcare AC25 ab 289,99 €, Philips Avent SCD973/26 ab 341,54 € und Tapo C200 ab 23,85 € (abgerufen am 14.10.2026)
- nanit.de: Nanit Pro ab 299 €, Atembewegungsüberwachung medizinisch zertifiziert und Nanit-Mitgliedschaften (abgerufen am 14.10.2026)
- owletcare.de: Dream Sock 299 €, Dream Duo 379 € und Dream Sock: CE-Kennzeichnung nach EU-Medizinprodukteverordnung (abgerufen am 14.10.2026)
- Philips: Premium Connected SCD973/26, SenseIQ, 5-Zoll-Elterneinheit, Schrei-Interpretation (abgerufen am 14.10.2026)
- Anker: eufy Babyphone E21, 249,99 €, mit oder ohne WLAN, Weinerkennung (abgerufen am 14.10.2026)
- TP-Link: Tapo C200, Babyweinen-Erkennung, Nachtsicht (abgerufen am 14.10.2026)
- BIÖG (früher BZgA), kindergesundheit-info.de: Schlafumgebung, Bett außer Reichweite von Lampen, Steckdosen und Stromkabeln (abgerufen am 14.10.2026)
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