Tapo-App vs. Mamoon

Zu einer TP-Link-Tapo-Kamera gehört eine kostenlose App, die das Bettchen zeigt, Gegensprechen kann und sogar Weinen erkennt. Warum also eine zweite App für dieselbe Kamera? Manchmal gibt es keinen Grund. Hier ist die Aufteilung, Funktion für Funktion.

Aktualisiert
Kurz gesagt
  • Die Tapo-App ist kostenlos und gut zum Reinschauen: Livebild, Gegensprechen, Nachtsicht, Weinerkennung in der Kamera, Clips auf microSD, Zuschauen von überall. Schaust du ab und zu aufs Bettchen, behalte sie und hör hier auf zu lesen.
  • Mamoon ist für die Nachtschicht: Es hört auf deinem Handy zu und unterscheidet Weinen von Quengeln, meldet sich bei stummgeschaltetem Kinderzimmer und gesperrtem Bildschirm, dimmt auf einen Nachtbildschirm mit 1 % Helligkeit, warnt dich, wenn die Kamera ausfällt, und zeigt dir morgens die Nacht auf einer Zeitleiste. 34,99 € einmalig, für immer, oder 3,99 € im Monat mit 14 Tagen gratis; Ton und Weinalarm kostenlos.
  • Wo Tapo klar gewinnt: Gegensprechen, Aufnahmen, Zuschauen von der Arbeit ohne VPN und eine App für alles. Nichts davon hat Mamoon.
  • Wo Mamoon gewinnt: Ein Moderator von TP-Link schrieb selbst, dass die Tapo-App geschlossen wird, wenn der Bildschirm aus ist, und dass es keinen reinen Tonmodus gibt. Mamoon hört im Hintergrund weiter zu und lässt das Bild in deinem WLAN.
  • Beide gehen zusammen an derselben Kamera, mit zwei Haken: Eine Tapo-Kamera erlaubt nur drei lokale Zuschauer, und von Tapo Care, microSD-Aufnahme und ONVIF/RTSP laufen nur zwei gleichzeitig.

Im direkten Vergleich

Mamoon (mit deiner Tapo-Kamera)Tapo-App
PreisTon und Weinalarm kostenlos; Bild 34,99 € einmalig oder 3,99 € im Monat mit 14 Tagen gratis; nur das Handy, das zuschaut, zahltkostenlos; Tapo Care (Basic oder Premium) als Abo, einmalig 30 Tage gratis zum Testen; den Preis für Deutschland nennt TP-Link nur in der App
Weinerkennungauf deinem Handy: Ruhe / Unruhe / Weinen; „Nur lautes Weinen“, „Weinen und Quengeln“ oder „Jeder Laut“in der Kamera, ein Empfindlichkeitsregler; kostenlos bei Innenmodellen (C100, C200, C210, C220, C225…)
Wie die Meldung zu dir kommtauf dem Handy selbst, das zuschaut, über WLAN; läuft auch ohne InternetTP-Link-Cloud → Push von Apple oder Google → Handy; braucht Internet
Zuhören bei ausgeschaltetem Bildschirmja: Der Ton läuft im Hintergrund weiter; Meldungen auch bei stummgeschaltetem Kinderzimmernein: laut TP-Link wird die App bei ausgeschaltetem Bildschirm geschlossen; kein reiner Tonmodus
Bild-in-Bildbald, auf dem iPhonegewünscht seit Juli 2024, kein Termin von TP-Link
Nachtbildschirm1 % Helligkeit, schwarz, Uhr und Zustand; wird bei Weinen etwas hellernormales Livebild
Wenn die Kamera ausfälltgrauer Bildschirm „Offline“ und eine Meldungnicht dokumentiert
Überblick am Morgendie Nacht auf einer Zeitleiste, mit einem Bild von jedem GeräuschWiedergabe von microSD; Tapo-Care-Clips mit Vorschaubild in der Mitteilung
Gegensprechenneinja
AufnahmenkeinemicroSD bis 512 GB (kostenlos); Tapo-Care-Cloud (kostenpflichtig)
UnterwegsTailscale (kostenloses VPN) auf beiden Seitenüberall, über die TP-Link-Cloud, ohne Einrichtung
Wohin das Bild gehtnur in dein WLAN, von der Kamera zum Handyzu Hause lokal im WLAN; unterwegs über die TP-Link-Cloud; TP-Link-Konto nötig
Mehrere Elternmehrere Elterntelefone an einer Kamera, im Rahmen ihrer 3 ZuschauerTeilen mit bis zu 5 TP-Link-Konten; 3 lokale Zuschauer gleichzeitig
Privatsphäre-Modusnein (in der Tapo-App einschalten oder Stecker ziehen)ja: stoppt Streaming und Aufnahme; echte Taste an C125 und C225

Funktionen der Tapo-App laut tapo.com und TP-Link Community, Tapo Care laut tp-link.com/de, Stand 14.10.2026; siehe Quellen. Wie du das Kamerakonto anlegst, steht in der Anleitung Tapo-Kamera als Babyphone.

Was die Tapo-App schon gut macht

Ehre, wem Ehre gebührt: Für eine kostenlose App zu einer Kamera ab ca. 24 € (Tapo C200, billiger.de, Stand 14.10.2026) kann die Tapo-App viel. Livebild mit Infrarot-Nachtsicht, Gegensprechen, damit du aus der Küche „schsch“ machen kannst, Schwenken und Neigen, kostenlose Babyweinen-Erkennung in der Kamera und eine microSD-Karte, die ohne Abo lokal aufnimmt. Zwei Dinge kann eine Handy-App nicht bieten: Du öffnest die Tapo-App in der Bahn und siehst das Bettchen über die Cloud von TP-Link ohne VPN, und du kannst die Kamera mit bis zu fünf TP-Link-Konten teilen. Der Privatsphäre-Modus stoppt Streaming und Aufnahme mit einem Tipp; das zählt, sobald das Kinderzimmer auch Gästezimmer ist.

Spinnt die Weinerkennung, ist das eine Frage der Einstellung; die Checkliste zur Tapo-Weinerkennung geht sie durch.

Warum also Mamoon mit einer Tapo-Kamera?

Weil die Tapo-App gebaut wurde, um einen Raum zu sichern, und ein Babyphone andere Arbeitszeiten hat: Die Unterschiede zeigen sich zwischen 23 und 6 Uhr.

Kann ich die Tapo-App und Mamoon gleichzeitig nutzen?

Ja, und für viele Familien ist das die richtige Antwort: Mamoon für die Nacht, die Tapo-App fürs Gegensprechen, die Clips und das Büro. Drei Dinge solltest du wissen:

  1. Leg in der Tapo-App ein Kamerakonto an (Kamera → Zahnrad → „Erweiterte Einstellungen“ → „Kamera Konto“). Damit sieht Mamoon die Kamera. Schritte und Platz stehen in der Anleitung.
  2. Zähl deine Zuschauer. TP-Link: Lokal können höchstens drei Geräte gleichzeitig das Livebild sehen, und jede ONVIF- oder RTSP-Verbindung zählt mit. Zwei Elterntelefone in Mamoon plus eine Tapo-App im selben WLAN füllen das; Mamoon sagt dir, wenn die Kamera ablehnt.
  3. Wähl zwei von drei. FAQ 724 von TP-Link: Von Tapo Care, Aufnahme auf SD-Karte und NVR/NAS/ONVIF-Software laufen nur zwei gleichzeitig. Mamoon nutzt ONVIF; läuft bei dir Tapo Care und eine microSD-Karte, verzichte auf eins davon.
Gut zu wissen: Die Kamera teilt ihr eigenes Weinen-Urteil nicht mit anderen Apps. Mamoon hört dem Ton selbst zu, und deshalb kann es auch Quengeln von Weinen unterscheiden. Du suchst noch eine Tapo aus? Siehe Tapo C200, C210 oder C220 als Babyphone.

Wann die Tapo-App allein reicht

Wann Mamoon dazukommt

Mamoons Grenzen, klar gesagt. Es braucht die ganze Nacht ein Handy im Heim-WLAN, also ein Ladegerät am Bett. Es hat kein Gegensprechen, keine Schlaflieder und keine Aufnahmen. Es schaut auf eine Kamera pro Elterntelefon, Zwillinge in zwei Zimmern brauchen also zwei Handys. Unterwegs läuft es über Tailscale auf beiden Seiten. Und fürs iPhone kommt es erst bald; für Android gibt es Mamoon schon heute bei Google Play.

Häufige Fragen

Brauche ich Tapo Care, um die Kamera als Babyphone zu nutzen?

Nein. Livebild, Gegensprechen, microSD-Aufnahme und Babyweinen-Erkennung sind kostenlos. Tapo Care bringt Cloud-Clips und ein Vorschaubild in der Mitteilung. Auch Mamoon braucht Tapo Care nicht.

Ersetzt Mamoon die Tapo-App?

Nein, die behältst du. Du fügst die Kamera in der Tapo-App hinzu, legst dort das Kamerakonto an und nutzt sie weiter fürs Gegensprechen, für Clips und zum Zuschauen von unterwegs. Mamoon übernimmt das Aufpassen.

Können zwei Eltern in Mamoon zuschauen, während die Großeltern die Tapo-App von unterwegs nutzen?

Meistens ja. Die Grenze von drei Zuschauern gilt fürs lokale Zuschauen; für den Zugriff über die Cloud nennt TP-Link in der Regel keine Grenze bei Konten oder Geräten. Großeltern brauchen eine eigene TP-Link-ID und eine Freigabe aus deiner Tapo-App.

Geht das Bild der Tapo-Kamera ins Internet, wenn ich Mamoon nutze?

Nicht durch Mamoon: Das Bild geht über dein WLAN von der Kamera zum Handy, ohne Konto. Die Kamera selbst spricht weiter mit der Cloud von TP-Link, für die Tapo-App, Mitteilungen und Tapo Care; der Privatsphäre-Modus oder der Stecker beenden das.

Quellen

  1. TP-Link FAQ 754 (deutsch): Tapo-Kameras, Einrichtung, Funktionen und Einstellungen (drei lokale Zuschauer, RTSP/ONVIF zählen mit; Livebild ohne Internet; Mitteilungen bei geschlossener App; Mitteilungen mit Schnappschuss nur mit Tapo Care), abgerufen am 14.10.2026
  2. TP-Link FAQ 724: Tapo Care, SD-Karten-Aufnahme und NVR/NAS/ONVIF, nur zwei gleichzeitig, abgerufen am 14.10.2026
  3. TP-Link (deutsch): Kamerakonto unter „Erweiterte Einstellungen“, RTSP stream1/stream2, ONVIF, abgerufen am 14.10.2026
  4. TP-Link FAQ 40: Geräte teilen mit bis zu fünf TP-Link-Konten, abgerufen am 14.10.2026
  5. TP-Link (deutsch): Privatsphäre-Modus stoppt Streaming und Aufnahme und FAQ 75 (englisch): echte Taste an C125 und C225, abgerufen am 14.10.2026
  6. TP-Link (deutsch): Geräuscherkennung und Babyweinen-Erkennung, Empfindlichkeit, abgerufen am 14.10.2026
  7. TP-Link FAQ 340 (englisch): Rich Notifications, Mitteilungszeitplan und „Do Not Disturb“, abgerufen am 14.10.2026
  8. TP-Link (deutsch): Tapo Care Basic und Premium, 30 Tage gratis testen, nur einmal und FAQ 3408: Preise je nach Region und Aktion, aktuell in der Tapo-App unter Tapo Care, abgerufen am 14.10.2026
  9. TP-Link: Tapo C200 (Gegensprechen, Nachtsicht, Babyweinen-Erkennung, microSD bis 512 GB, 360° schwenken), abgerufen am 14.10.2026
  10. billiger.de: Tapo C200 ab 23,85 €, abgerufen am 14.10.2026
  11. TP-Link Community: „Audio only“ (C200 als Babyphone); Moderator am 30.12.2021: Die App wird bei ausgeschaltetem Bildschirm geschlossen, kein reiner Tonmodus geplant, abgerufen am 14.10.2026
  12. TP-Link Community: Wunsch nach Bild-in-Bild in der Tapo-App für iOS, 22.07.2024; Antwort des Moderators am 13.09.2024, abgerufen am 14.10.2026
  13. TP-Link Community: Babyweinen-Meldungen über ONVIF, Funktionswunsch, Januar–Februar 2025, abgerufen am 14.10.2026

Einen Fehler oder eine veraltete Zahl gefunden? Schreib an [email protected].

Ein Babyphone mit Kamera, die du schon hast

Mamoon macht aus einem alten Handy oder einer WLAN-Kamera ein Babyphone. Es erkennt Weinen von selbst, weckt dich auch bei stummgeschaltetem Kinderzimmer, und das Bild verlässt nie dein WLAN.

34,99 € einmalig, für immer, oder 3,99 € im Monat mit 14 Tagen gratis · jetzt bei Google Play, bald im App Store · So funktioniert Mamoon