Schlafregression mit 12 Monaten

Um den ersten Geburtstag wird das zweite Schläfchen verweigert, die ersten Schritte kommen, und die Bettzeit wird zur Verhandlung. Die meisten Einjährigen brauchen noch zwei Schläfchen; eins wegen eines kurzen Streiks zu streichen, ist der klassische Fehler. Hier steht, was zwischen 12 und 15 Monaten passiert, wie lange es dauert, was hilft und wann es bei deinem Kind fällig ist.

Aktualisiert
Kurz gesagt
  • Wann: um den ersten Geburtstag, etwa mit 11–13 Monaten, bei manchen Kindern mit einer zweiten Welle um 15 Monate. Zu früh geboren? Ab dem errechneten Termin zählen.
  • Was: erste Schritte, Trennungsangst nahe ihrem Höhepunkt und oft ein paar Tage, an denen das zweite Schläfchen verweigert wird.
  • Wie lange: oft 1–4 Wochen.
  • Das Wichtigste: weiter zwei Schläfchen anbieten. Ein paar Tage Verweigerung sind ein Streik; laut BIÖG schlafen erst mit 18 Monaten fast alle Kinder nur noch einmal am Tag.

Wann beginnt die Schlafregression mit 12 Monaten?

Der Kalender oben legt sie zwischen etwa die 50. und 58. Lebenswoche, also von ein paar Wochen vor dem ersten Geburtstag bis etwa einen Monat danach. Das ist eine Spanne, kein Datum: Sie folgt dem Laufenlernen und dem ersten Schlafstreik, und beides kommt bei jedem Kind zu einer anderen Zeit. Bei einem Kind, das mehr als 3 Wochen zu früh kam, läuft das Fenster ab dem errechneten Termin, mit demselben korrigierten Alter, das Kinderärztinnen und Kinderärzte bis zum 2. Geburtstag nutzen.

Die Schlafregression mit 1 Jahr

„Schlafregression mit 1 Jahr“ und „Schlafregression mit 12 Monaten“ sind zwei Namen für dieselbe holprige Phase. Am Geburtstag selbst ändert sich im Gehirn nichts; was sich ändert, ist ein Kind, das gleich laufen wird, eine eigene Meinung hat und gemerkt hat, dass das zweite Schläfchen verhandelbar ist.

Die Schlafregression mit 15 Monaten

Manche Kleinkinder haben eine zweite Welle um 15 Monate. Bis dahin laufen viele sicher, und manche sind bereit, das Vormittagsschläfchen aufzugeben. Deshalb geht es bei der Version mit 15 Monaten vor allem um die Schläfchen: ein paar Wochen mit kurzen oder verweigerten Schläfchen, während sich der Tag um einen Mittagsschlaf nach dem Essen neu ordnet.

Was wirklich dahintersteckt

Um den ersten Geburtstag kommen oft drei Dinge gleichzeitig, und jedes zeigt sich nachts.

Laufen. In einer Studie von 2023, die den Schlaf von 78 Babys zu Hause mit Bewegungssensoren aufzeichnete, brachte eine neue motorische Fähigkeit vorübergehend mehr nächtliches Aufwachen und mehr Bewegung im Schlaf, und Babys, die gerade laufen lernten, schliefen schlechter als für ihr Alter üblich. Stehen, am Gitter entlanglaufen und erste Schritte sind alle neu, und ein Kind übt, was neu ist, auch um 2 Uhr nachts.

Trennungsangst. Laut MSD Manual ist die Trennungsangst zwischen 10 und 18 Monaten am stärksten und verschwindet bis etwa 24 Monate; die AAP beschreibt dieselbe Spanne. Ein Einjähriges weiß, dass es dich gibt, wenn du den Raum verlässt, und wacht vielleicht mitten in der Nacht auf und sucht dich.

Der Schlafstreik. Viele Einjährige verweigern ein paar Tage lang das zweite Schläfchen. Das sieht aus, als wären sie bereit für nur noch ein Schläfchen. Meistens sind sie es noch nicht: Laut BIÖG haben die meisten Einjährigen tagsüber noch zwei kürzere Schlafphasen, und erst mit 18 Monaten schlafen fast alle nur noch einmal am Tag.

Schlafstreik oder echter Wechsel auf ein Schläfchen?

SchlafstreikBereit für ein Schläfchen
Alteroft um 12 Monateim zweiten Lebensjahr; mit 18 Monaten fast alle
Wie lange schonein paar Tagedas zweite Schläfchen klappt 1–2 Wochen am Stück nicht
Der restliche Tagquengelig am späten Nachmittag, kippt vor der Bettzeitkommt mit einem Schläfchen gut bis zur Bettzeit
Das Vormittagsschläfchenklappt noch zur gewohnten Zeitrutscht von selbst immer später
Was tunweiter zwei Schläfchen anbieten; an Verweigerungstagen früher ins Bettdas eine Schläfchen alle paar Tage um 15 Minuten Richtung Mittag schieben

Die Wachfenster nach Alter im Schlafplaner zeigen ab 12 Monaten beide Varianten und sagen dir, wann ein Tag nur noch mit einem Schläfchen funktioniert.

Anzeichen der Schlafregression mit 12 Monaten

  • Das zweite Schläfchen wird verweigert oder wird zu 20 Minuten Stehen und Plappern.
  • Steht oder läuft im Bettchen am Gitter entlang, statt sich hinzulegen, und weint, weil das Runterkommen noch schwer ist.
  • Protest beim Zubettgehen, vor allem, wenn du den Raum verlässt.
  • Wacht nachts auf, nachdem es wochenlang durchgeschlafen hat, und ruft oft nach dir.

Nachts aufzuwachen ist in diesem Alter an sich kein Problem. In einer Studie mit 388 Babys schliefen 28–57 % der 6 und 12 Monate alten Babys keine 6 oder 8 Stunden am Stück, je nach Grenze, und Durchschlafen hing nicht mit ihrer geistigen oder motorischen Entwicklung zusammen. Die DGKJ schreibt, dass Säuglinge und Kleinkinder nachts regelmäßig aufwachen, oft mehrmals, beim Wechsel der Schlafphasen, und dass das „normal und nicht krankhaft“ ist.

Wie lange dauert die Schlafregression mit 12 Monaten?

Oft 1 bis 4 Wochen. Diese Zahl kommt aus der alltäglichen Kinderschlaf-Beratung, nicht aus Studien, und sie schwankt stark: Das Aufwachen rund ums Laufenlernen war in der Forschung vorübergehend, und ein Schlafstreik legt sich oft innerhalb von ein, zwei Wochen, wenn das zweite Schläfchen weiter angeboten wird. Ist der Schlaf nach einem Monat immer noch zerhackt, schau auf den Tag: zu wenig Schlaf tagsüber und eine späte Bettzeit sind die üblichen Verdächtigen.

Was hilft

  • Das zweite Schläfchen nicht wegen eines kurzen Streiks streichen. Biete es weiter in einem dunklen, ruhigen Raum an. Klappt es nicht, hilft auch ein bisschen ruhige Zeit im Bettchen, und eine frühere Bettzeit an diesem Tag fängt die Lücke auf. Mit 1 bis 2 Jahren sind 11–14 Stunden Schlaf in 24 Stunden üblich, Schläfchen mitgerechnet (AASM); das BIÖG nennt für 12 Monate im Schnitt 14 Stunden.
  • Tagsüber laufen üben. Viel Zeit auf dem Boden, einen Lauflernwagen schieben, am Sofa entlanglaufen. Je alltäglicher Stehen und Laufen tagsüber werden, desto weniger reizvoll sind sie nachts.
  • Das Runterkommen üben. Hilf deinem Kind, die Knie zu beugen und sich aus dem Stand hinzusetzen, immer wieder, damit das Bettchen keine Falle mehr ist.
  • Jeden Abend dasselbe kurze Ritual. In einer Studie mit Familien von Babys und Kleinkindern verkürzte ein Abendritual aus drei Schritten die Einschlafzeit und verringerte das nächtliche Aufwachen innerhalb von ein paar Wochen.
  • Nachts ruhig, langweilig und vorhersehbar reagieren. Reingehen, hinlegen, denselben kurzen Satz sagen, rausgehen. Die DGKJ rät, nicht auf jedes Aufwachen sofort zu reagieren und das Kind nicht gleich aus dem Bett zu nehmen. Kinder, deren Eltern das Selbst-Einschlafen fördern, schlafen meist länger und ruhiger.
In harten Nächten zeigt sich, was ein gutes Babyphone kann. Wenn ihr euch nachts abwechselt, lässt ein Babyphone, das Weinen von Rascheln unterscheidet, den, der frei hat, das Plappern verschlafen und weckt ihn erst, wenn daraus Weinen wird, sogar bei gesperrtem Handy.

Was die Forschung sagt

Teilweise erforscht „Schlafregression mit 12 Monaten“ ist kein Begriff aus der Forschung, und „Schlafregression“ ist auch kein medizinischer Begriff: Bei BIÖG, DGKJ, DGSM und kinderaerzte-im-netz.de (BVKJ) haben wir das Wort am 14.10.2026 nicht gefunden; dort ist von Schlafphasen und normalem nächtlichem Aufwachen die Rede. Was Studien zeigen: Neue motorische Fähigkeiten, auch das Laufen, gehen mit vorübergehend mehr nächtlichem Aufwachen einher, und die Trennungsangst ist in denselben Monaten am stärksten. Der Schlafstreik ist ein Muster aus der Erfahrung; Studien dazu gibt es nicht. Mit 18 Monaten schlafen fast alle Kinder nur noch einmal am Tag.

Wann zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt? Eine Regression sieht aus wie ein gesundes, zufriedenes Kind, das öfter aufwacht. Ruf in der Kinderarztpraxis an, wenn dein Kind Fieber ab 39 °C hat, wenn das Fieber länger als einen Tag anhält oder mit Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Ausschlag kommt, nach einem Fieberkrampf, oder wenn es trotz fiebersenkender Mittel deutlich mitgenommen wirkt. Und auch dann, wenn du dir Sorgen machst oder es dir zu viel wird. Nachts und am Wochenende: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117; bei Atemnot oder im Notfall 112. Österreich: 1450 oder 144, Schweiz: 144. In Deutschland ist die U6 im 10. bis 12. Lebensmonat dran, eine gute Gelegenheit zum Fragen.

Was als Nächstes kommt

Bei vielen Kleinkindern kommt die nächste holprige Phase um 18 Monate, mit Kämpfen beim Zubettgehen, Backenzähnen und viel „Nein!“. Davor ist der Wechsel von zwei Schläfchen auf einen Mittagsschlaf die große Veränderung; plan ihn mit dem Schlafplaner. Der Schlafregression-Kalender legt jedes Fenster auf eure Daten.

Häufige Fragen

Wann kommt die Schlafregression mit 12 Monaten?

Um den ersten Geburtstag: etwa mit 11 bis 13 Monaten, bei einem Kind, das mehr als 3 Wochen zu früh kam, ab dem errechneten Termin gezählt. Sie kommt meist mit dem Laufenlernen und einem ersten Schlafstreik und verschiebt sich deshalb mit dem Tempo deines Kindes.

Wie lange dauert die Schlafregression mit 12 Monaten?

Oft 1 bis 4 Wochen. Die Forschung zeigt, dass das zusätzliche Aufwachen rund ums Laufen vorübergehend ist, und ein Schlafstreik legt sich meist innerhalb von ein, zwei Wochen, wenn das zweite Schläfchen weiter angeboten wird.

Ist mein Einjähriges bereit für nur ein Schläfchen?

Wahrscheinlich noch nicht. Laut BIÖG haben die meisten Einjährigen tagsüber noch zwei Schlafphasen; mit 18 Monaten schlafen fast alle nur noch einmal. Warte, bis das zweite Schläfchen 1–2 Wochen am Stück nicht klappt, nicht nur ein paar Tage, und dein Kind mit einem Schläfchen gut bis zur Bettzeit durchhält.

Gibt es eine Schlafregression mit 15 Monaten?

Viele Eltern erleben um 15 Monate eine zweite Welle. Meist geht es um die Schläfchen: Manche Kleinkinder sind dann bereit, das Vormittagsschläfchen aufzugeben, und der Wechsel bringt ein paar Wochen mit kurzen oder verweigerten Schläfchen und früheren Bettzeiten.

Warum steht mein Einjähriges im Bettchen und weint?

Stehen ist neu und spannend, und Runterkommen ist schwerer als Hochkommen. Übt tagsüber das Hinsetzen aus dem Stand; nachts leg dein Kind ruhig und kurz wieder hin, jedes Mal auf dieselbe Weise.

Sollte mein Einjähriges durchschlafen?

Viele tun es nicht, und das ist normal. In einer Studie schliefen 28–57 % der 6 und 12 Monate alten Babys keine 6–8 Stunden am Stück, ohne Zusammenhang mit ihrer Entwicklung. Kommt das Aufwachen mit Fieber, Schmerzen oder schlechtem Essen und Trinken, ruf in der Kinderarztpraxis an.

Quellen

  1. DeMasi A., Horger M.N., Scher A., Berger S.E., Infant motor development predicts the dynamics of movement during sleep, Infancy 2023: neue motorische Fähigkeiten bringen vorübergehend mehr nächtliches Aufwachen; Babys beim Laufenlernen schliefen schlechter (abgerufen am 14.10.2026)
  2. HealthyChildren.org (AAP): Emotional and Social Development, 8 to 12 Months: Trennungsangst meist am stärksten zwischen 10 und 18 Monaten (abgerufen am 14.10.2026)
  3. MSD Manual (Ausgabe für Fachkreise): Trennungsangst und Fremdeln (abgerufen am 14.10.2026)
  4. BIÖG (früher BZgA), kindergesundheit-info.de: Schlafbedarf und Schlafdauer: Einjährige meist noch zwei Schlafphasen am Tag, mit 18 Monaten fast alle nur noch eine; 12 Monate im Schnitt 14 Stunden (abgerufen am 14.10.2026)
  5. DGKJ-Elterninformation: „Mein Kind schläft nicht“ (abgerufen am 14.10.2026)
  6. Pennestri M.H. u. a., Uninterrupted infant sleep, development, and maternal mood, Pediatrics 2018 (abgerufen am 14.10.2026)
  7. Nemours KidsHealth: Naps: 11–14 Stunden mit 1–2 Jahren; die meisten mit 18 Monaten bei einem Schläfchen (abgerufen am 14.10.2026)
  8. HealthyChildren.org (AAP): Healthy Sleep Habits: How Many Hours Does Your Child Need?: Empfehlungen der AASM (abgerufen am 14.10.2026)
  9. Mindell J.A. u. a., A nightly bedtime routine: impact on sleep in young children and maternal mood, Sleep 2009 (abgerufen am 14.10.2026)
  10. Sadeh A. u. a., Sleep and sleep ecology in the first 3 years: a web-based study, J Sleep Res 2009 (abgerufen am 14.10.2026)
  11. DGSM, Patientenratgeber: Schlafstörungen bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen (Stand 11.02.2026) (abgerufen am 14.10.2026)
  12. BIÖG, kindergesundheit-info.de: Termine der U-Untersuchungen (abgerufen am 14.10.2026)
  13. Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ): Fieber (abgerufen am 14.10.2026)
  14. 116117.de: ärztlicher Bereitschaftsdienst; Notfälle 112 (abgerufen am 14.10.2026)

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